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Das historische Zentrum von Wien

Kapitel 4.1

Burgtheater – Staatsoper

Zu Beginn der Zweiten Republik erkannte die damalige Politik – Regierung wie auch Besatzungsmächte – die Bedeutung des Identitätsträgers „Kultur“ zur Etablierung des Landes als eigenständigen, selbstbewussten Staat. Österreich und Wien im Besonderen wurden physisch und ideologisch mit Reminiszenzen an die Vergangenheit unter dem Aspekt eines Landes der Kunst und Kultur wieder aufgebaut.

Burgtheater
Burgtheater

Burgtheater und Staatsoper wurden unmittelbar nach Kriegsende wieder errichtet. Sie bilden einen wichtigen Bestandteil des Weltkulturerbe-Areals in Wien (vgl. Kriterium ii). Die Wiedereröffnung der neu aufgebauten „nationalen Kunsttempel am Ring“ (Ulf Birbaumer, 1985) erfolgte im Jahr der Wiedererlangung der staatlichen Souveränität, 1955, mit symbolträchtigen Werken: dem Paradestück des österreichischen Dramatikers Franz Grillparzer „König Ottokars Glück und Ende“ (Burgtheater) und der Freiheitsoper „Fidelio“ von Beethoven (Staatsoper) (vgl. Kriterium vi)

„Wir müssen und werden uns dieses neue Burgtheater erbauen, nicht nur aus Stein, sondern vor allem aus österreichischer Geisteskraft. (...) Vergessen wir nicht, dass eines der köstlichsten Besitztümer unseres neu gewonnen Österreichs eben dieses Burgtheater ist. Vergessen wir nicht, dass unabhängig von politischen Systemen und Verbrechen dieses Kulturösterreich seit Jahrhunderten besteht.“
(Egon Hilbert, Bundestheater-Chef, 1946)

Staatsoper
Staatsoper