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Die Kulturlandschaft Wachau

Kapitel 5.2

Cinque Terre

Die Terrassen von Cinque Terre weisen viele Parallelen zu den Terrassen in der Wachau auf – dies hat auch der österreichische Antrag unterstrichen. Da wie dort wird die mühselige Handarbeit auf diesen Terrassen zunehmend aufgegeben. Und da wie dort liegt die Hoffnung, dass dank neuer Projekte, mit finanziellen Mitteln aus dem Tourismus, dieses Erbe erhalten werden kann. In Italien, an der ligurischen Küste, liegt Cinque Terre, ein unzugänglicher, zwölf Kilometer langer Küstenstreifen. Abgeschlossen von der Außenwelt haben die Menschen hier über Jahrhunderte an den Steilhängen Terrassen angelegt. 11.000 Kilometer lang sind die Trockenmauern aus Stein, von den Bewohnern mühsam aufgeschichtet, um Land für den Weinbau und damit fürs Überleben zu gewinnen.

Fünf Ortschaften prägen das Land: Sie sind befestigt gegen das Meer, denn Piraten raubten Menschen, um sie in die Sklaverei zu verkaufen. Heute erscheint das Land als Idylle. Doch ein Chronist schildert das Leben vor 150 Jahren als hart und entbehrungsreich: keine medizinische Versorgung, kein Fleisch – nur Schwerarbeit. Die heute bewunderte Schönheit entstand aus dem Elend der Jahrhunderte.

Die Weinterrassen sind bedroht. Immer weniger Winzerinnen und Winzer nutzen sie noch, die Macchie – das wuchernde Gebüsch – erobert sie. Seit 1997 ist Cinque Terre Welterbe. Damit verbunden ist die Hoffnung, dass dieses Erbe erhalten werden kann.

Cinque Terre
Cinque Terre